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Trachten-Accessoires für Herren: Stilvolles Zubehör

Die Liebe zum Detail trennt beim Styling die Spreu vom Weizen. Jeder kann sich ein Trachtenhemd oder ein Trachtenshirt überziehen und damit zünftig feiern. Dieses Outfit ist zwar in jedem Bierzelt angemessen, macht den Träger aber noch lange nicht zum Trachtler. Wer seinen Trachtenanzug ernst nimmt, legt Wert auf stilgerechte Accessoires. Ein Charivari oder ein Trachtenhut geben Ihrem Outfit den letzten Schliff – genau so, wie das Tüpfelchen auf dem i. Hier erfahren Sie, was Sie über Trachten-Accessoires für Herren wissen sollten.


Inhaltsverzeichnis:
  1. Was macht ein Trachten-Accessoire aus?
  2. Das Charivari
  3. Der Trachtengürtel
  4. Der Trachtenhut
  5. Das Trachtenmesser und der Geburtshelfer

1. Was macht ein Trachten-Accessoire aus?

Bei Trachten-Accessoires für Herren handelt es sich um traditionelle Bestandteile der Tracht oder um Gegenstände, die im Trachtenstil gestaltet sind – zum Beispiel Trachtengürtel. Sie ergänzen die Tracht auf dekorative Weise und haben zudem nützliche Funktionen. Während ein Charivari nur schmückt, hält ein Trachtenhut den Kopf warm und schützt vor Regen. Trachtenmesser und Flaschenöffner im Trachtenstil sind Accessoires, die beim Feiern oft wie gerufen kommen.

Folgende Motive sind bei Trachten-Accessoires für Männer häufig zu finden:

  • Hirschkopf mit Geweih
  • Edelweiß
  • Bayerischer Löwe
  • Flagge mit Rauten
Charivari - ein traditionelles Accessoire

2. Das Charivari: Unverzichtbar für echte Trachtler

Das Charivari ist die Schmuckkette, die Männer über dem Hosentürl ihrer Lederhose tragen. Diese 30 bis 33 Zentimeter lange Kette bestand ursprünglich aus massivem Silber. Anhänger aus Jagdtrophäen, Münzen und silberne Figuren schmücken das Charivari und bewegen sich bei jedem Schritt.

Charivari: Ein französisches Wort wird bayerisch

Die Herkunft des ältesten Trachten-Accessoires liegt im Dunkeln. Fest steht, dass es über viele Generationen hinweg im gesamten Ostalpenraum als Talisman für eine erfolgreiche Jagd getragen wurde. Darüber hinaus ließ sich an dem Charivari der soziale Status des Trägers ablesen. Das Wort selbst stammt aus der Zeit Napoleons. Anfang des 19. Jahrhunderts machte sich der französische Einfluss in Bayern stark in der Sprache bemerkbar. Carivari bedeutete ursprünglich Lärm oder Spektakel. Warum es sich als Bezeichnung für den traditionellen Schmuck bayerischer Männer einbürgerte, ist unbekannt. Eine Theorie hält das Charivari für eine Weiterentwicklung der Uhrkette. Damit befestigten Männer früher ihre Taschenuhren am Knopfloch der Weste.

Erlaubt ist, was gefällt

Seit einigen Jahren haben Charivaris eine Art Wiedergeburt erlebt. Echte Trachtler lassen sich bei einem festlichen Anlass nicht ohne Charivari blicken. Auch bei jungen Männern werden Charivaris immer beliebter. Traditionsgemäß befestigt man die Charivaris an der Lederhose. Sie sehen aber auch zu Jeans und einem Trachten-T-Shirt gut aus. Mit geeigneten Anhängern können Sie Ihr Charivari individuell gestalten – obwohl Trachtenpuristen über allzu modische Charivaris die Nase rümpfen.

3. Der Trachtengürtel

Trachtengürtel - eine Alternative zu Hosenträgern

Uneingeweihte betrachten die Hosenträger als logische Ergänzung der Lederhose. Viele Trachtenvereine schreiben tatsächlich Hosenträger vor. Allerdings entsprechen die Hosenträger nicht überall der Tradition. Im Tegernseer Raum kamen die Männer seit alters her ohne die Träger aus. Heute liegen Lederhosen ohne Träger voll im Trend. Ohnehin lassen sich die Hosenträger in der Regel abknöpfen und mit einem Trachtengürtel ersetzen.

Verzierte Schnallen und Schlaufen

Trachtengürtel bestehen aus hochwertigem Leder, das sorgfältig verarbeitet ist. Die Schnalle ist meist mit Trachtenmotiven verziert. Manche Trachtengürtel haben einfache Schnallen und dafür geschmückte Schlaufen. Wenn Sie einen Trachtengürtel für Ihre Lederhose wählen, sollten Sie auf das Motiv achten. Es sollte die Stickerei der Lederhose ergänzen, ohne sie zu übertrumpfen.

Ein Accessoire nicht nur für die Lederhose – Der Trachtengürtel

Trachtengürtel zur Jeans

Wer den Trachtengürtel zur Jeans oder einer anderen Hose trägt, hat mehr Freiheit bei der Auswahl. In diesem Fall zählt allein der Geschmack des Trägers. Ob traditionell verschnörkelt oder modisch schlicht: Ein ordentlicher Trachtengürtel hält Ihre Hose in jedem Fall stilgerecht an Ort und Stelle.

4. Der Trachtenhut

Ein Accessoire für Trachtler – der Trachtenhut

Der Trachtenhut ist ebenso wie das Charivari bei echten Trachtlern unverzichtbarer Bestandteil des Anzugs. Ursprünglich schützte der Hut Jäger vor Sonne und Regen. Gleichzeitig war der Hut das Kennzeichen eines freien Mannes. Daher stammt der Spruch, dass ein richtiger Bayer seinen Hut nur in der Kirche abnimmt. Ein klassischer Trachtenhut besteht aus Hasenvelours und ist dementsprechend teuer. Sie bekommen preiswerte Varianten aus Wollfilz – ein Material, das sich angenehm anfühlt und zuverlässig vor der Witterung schützt. Eine Kordel oder ein Band bietet die Möglichkeit, zusätzlichen Schmuck anzubringen.

Bemerkung: Ich habe kein ordentliches Bild für einen Gamsbart gefunden. Es ist aber möglich, dieses Bild zu benutzen.

Schmuck für den Trachtenhut

Federn aller Art und Gamsbärte sind die üblichen Verzierungen bei einem Trachtenhut. Ein Gamsbart entsteht aus den Rückenhaaren von Gamsböcken, die büschelartig auseinanderfallen. Den Gamsbart fachgerecht zu binden, erfordert viel Wissen und Zeit. In Prachtstücken stecken oft bis zu 100 Stunden Handarbeit. Schön verzierte Halter aus Silber ergänzen wertvolle Gamsbärte.

5. Das Trachtenmesser und der Geburtshelfer

Trachtenmesser mit Hirschhorngriff

Früher verließ ein gestandenes Mannsbild das Haus niemals ohne Messer. Das Trachtenmesser trägt man in einer speziellen Nebentasche der Trachtenlederhose auf der rechten Seite. Sie erkennen ein Trachtenmesser am Griff, der aus Hirschhorn oder den Hörnern von anderem Wild gefertigt wird. Oft ist dieser Griff mit Silber kunstvoll verziert. Diese Messer dienten Jahrhunderte lang als Werkzeuge, Waffen und Statussymbole. Trachtenmesser bezeichnet man heute häufig als auch Hirschfänger, obwohl das eigentlich nicht korrekt ist. Ein richtiger Hirschfänger ist eine Stichwaffe mit einer 30 bis 40 Zentimeter langen Klinge. Heutige Trachtenmesser sind sogenannte Nicker. Das ist ein schmales, einseitig geschliffenes Messer, das zwischen 15 und 25 Zentimeter lang ist. Damit tötet man gefangenes Wild durch einen Stich in den Nacken.

Brotzeitmesser mit Kapselheber

Zu den Trachtenmessern gehören auch sogenannte Brotzeitmesser. Früher konnte man in einem Gasthaus nicht mit dem eigenen Besteck rechnen. Deshalb war es gut, ein Messer dabei zu haben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Brotzeitmesser häufig mit Kapselhebern ausgestattet, damit jeder Mann seine Bierflaschen problemlos öffnen konnte. Heute ist ein Trachtenmesser dekorative Ergänzung zur Tracht, das manchmal wie gerufen kommt – etwa, um die Kruste einer Schweinshaxe stilgerecht zu zerschneiden.

Ein Flaschenöffner als Messerersatz

Flaschenöffner ersetzt das Messer

Moderne Trachtenmesser haben keinen integrierten Flaschenöffner. Stattdessen können Sie Kapselheber heute separat im Trachenlook kaufen. Da Trachtenmesser aus Sicherheitsgründen auf der Wiesn und anderen Festen nicht mehr erlaubt sind, können Sie Ihre Tracht mit einem Flaschenöffner stilvoll ergänzen. Vom Trachtenmesser sieht man ohnehin nur den Griff. Ob an dem Horn eine Klinge oder ein Kapselheber befestigt ist, lässt sich nur erkennen, wenn Sie Ihr Werkzeug aus der Tasche ziehen.

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